Pflicht zur Isolierung von Erkrankten und zur Quarantäne des Hausstandes

Ab dem 01.12.2020 gelten in Hessen folgende Verpflichtungen:

1. Personen die ein positives PCR-Testergebnis oder einen positiven Antigentest auf das SARS-CoV-2-Virus erhalten haben, sind verpflichtet:

  • Sich 14 Tage ab Testdatum abzusondern
  • In der Zeit der Absonderung keine Besuche zu empfangen
  • Das Gesundheitsamt unverzüglich über das positive Testergebnis zu informieren
  • Das Gesundheitsamt zu informieren falls bei zunächst fehlenden Krankheitszeichen, diese im Verlauf der Absonderung auftreten

Anmerkung: Bei Erhalt eines positiven Antigen-Tests ist zwingend eine weitere Untersuchung mittels PCR durch den behandelnden Arzt notwendig. Nehmen Sie bitte in diesem Fall direkt Kontakt zu Ihrem behandelden Arzt auf. Im Fall eines positiven Antigentestes endet die Absonderung falls das PCR-Ergebnis negativ ist. Falls das PCR-Ergebnis positiv ist, gilt der Tag des Antigentests weiterhin als Beginn des gesetzlich geforderten Absonderungszeitraums.

2.   Personen die im gleichen Hausstand mit einer Person leben, die ein positives Testergebnis erhalten hat, sind verpflichtet:

  • Sich 14 Tage ab dem Testdatum der positiv getesteten Person abzusondern (Quarantäne)
  • Das Gesundheitsamt bei Auftreten typischer Symptome einer Infektion (trockener Husten, Fieber >38°C, Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns) zu informieren (Bitte nutzen Sie das Formular Symtomentwicklung während der Quarantäne).

Anmerkung: Die Absonderung kann für die Deckung des täglichen Bedarfs kurzfristig ausgesetzt werden. Die Quarantäne wird aufgehoben, falls das positive Antigentestergebnis durch die nachfolgende PCR-Untersuchung nicht bestätigt wird.

Bitte beachten Sie:

  • Falls während der Absonderungszeit Symptome auftreten, die auf eine Infektion mit dem SARS-Cov-2-Virus hinweisen, empfehlen wir eine Testung mittels PCR durch Ihren behandelnden Arzt, in einem Corona-Testzentrum oder einer Corona-Schwerpunkt-Praxis.
  • Falls am Ende der festgelegten Absonderungszeit Symptomfreiheit vorliegt (für 48 Stunden vor Ende der Absonderung) ist die Absonderung ohne weitere Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitsamt beendet.
  • Falls bei erkrankten Personen am Ende der 14-tägigen der Absonderung immer noch Symptome der Erkrankung bestehen, bitte wir um Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitsamt (Bitte dafür das Formular Meldung eines positiven SARS-CoV-2-Tests verwenden).


Kontaktformulare:

  • Download
    Meldung eines positiven SARS-CoV-2-Tests (pdf, 444 KB)
  • Download
    Kontaktpersonenliste_einer_SARS-CoV-2_positiv_getesteten_Person.docx (docx, 21 KB)
  • Download
    Symptomentwicklung während der Quarantäne (pdf, 442 KB)

Quarantänebestimmungen für Rückreisende

Gemäß Verordnung des Landes Hessen und Regelungen des Bundesministeriums für Gesundheit gilt zurzeit:

„Personen, die aus dem Ausland in das Land Hessen einreisen und sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 10 Tagen vor Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, sind verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in häusliche Quarantäne oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben.“

Die Möglichkeit, die Quaratänepflicht durch ein negatives Testergebnis zu beenden, besteht grundsätzlich erst 5 Tage nach Einreise. 

Ausnahmeregelungen sind für bestimmte Personengruppen möglich, sie sind vor Einreise durch den Reiserückkehrer zu prüfen.

Anerkennung von diagnostischen Tests:

Molekularbiologische Teste (PCR-Teste) zum direkten Nachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 werden derzeit grundsätzlich aus allen Staaten der Europäischen Union sowie weiteren Staaten (siehe RKI-Liste) akzeptiert.

Antigen-Teste zum direkten Nachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 werden grundsätzlich aus allen Ländern anerkannt, sofern sie die von der WHO empfohlenen Mindestkriterien für die Güte von SARS-CoV-2-Ag-Schnellteste erfüllen. Hierzu zählen Teste, die eine 80% Sensitivität und 97% Spezifität, verglichen mit PCR-Tests, erreichen. Bei Vorlage eines negativen Testergebnisses in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 und gleichzeitig begründetem Verdacht eines Nichterfüllens von Test-Mindestkriterien, obliegt es grundsätzlich der zuständigen Behörde, Testergebnisse nicht anzuerkennen. Für den Abgleich der Mindestkriterien durch die zuständigen Gesundheitsbehörden müssen Angaben zum Hersteller des Antigen-Tests auf dem Testzertifikat ersichtlich sein.

Sie sind verpflichtet:

  • Sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in ihre eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben
  • Sowie sich für einen Zeitraum von 10 Tagen nach Ihrer Einreise ständig dort aufzuhalten (Quarantäne).
    • Frühestens 5 Tage nach Einreise sind Sie mit einen negativem Ergebnis von der Quarantäne befreit.
    • Innerhalb von 10 Tagen nach Einreise, sind Sie verpflichtet auf Anforderung des zuständigen Gesundheitsamtes oder der sonstigen vom Land bestimmten Stelle einen Nachweis über eine Testung auf das Coronavirus SARS-CoV-2 vorzulegen. 
  • Ihre Reiserückkehr mittels einer digitalen Einreiseanmeldung oder in Ausnahmefällen durch die Abgabe einer schriftlichen Ersatzmeldung (Aussteigerkarte) dem Gesundheitsamt anzuzeigen. Sollte das nicht möglich sein verwenden Sie bitte das Anzeigeformular des Gesundheitsamtes. 
  • Unverzüglich das Gesundheitsamt zu kontaktieren, wenn bei Ihnen innerhalb von 10 Tagen nach Einreise typische Symptome (Fieber, trockener Husten, Geruchs- oder Geschmacksverlust) einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 auftreten. (siehe unten stehendes Formular)

Wir bitten von Besuchen im Gesundheitsamt abzusehen.  

  • Download
    Einreisemeldung_wegen_Reiserueckkehr (pdf, 439 KB)
  • Download
    Meldung_Symptomentwicklung_nach_Einreise (pdf, 428 KB)

Anzeigepflicht für Arbeitgeber bei Tätigkeitsaufnahme der Arbeitnehmer nach Einreise aus Risikogebieten, innerhalb von 10 Tagen nach Einreise

Eine Anzeigepflicht durch den Arbeitgeber besteht für Personen die in Einrichtungen nach §23 Abs. 3 oder § 36 Abs. 1 Nr. 2 bis 7 des Infektionsschutzgesetzes tätig sind:

  1. Krankenhäuser,
  2. Einrichtungen für ambulantes Operieren,
  3. Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt,
  4. Dialyseeinrichtungen,
  5. Tageskliniken,
  6. Entbindungseinrichtungen,
  7. Behandlungs- oder Versorgungseinrichtungen, die mit einer der in den Nummern 1 bis 6 genannten Einrichtungen vergleichbar sind,
  8. Arztpraxen, Zahnarztpraxen,
  9. Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe,
  10. Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes, in denen medizinische Untersuchungen, Präventionsmaßnahmen oder ambulante Behandlungen durchgeführt werden,
  11. ambulante Pflegedienste, die ambulante Intensivpflege in Einrichtungen, Wohngruppen oder sonstigen gemeinschaftlichen Wohnformen erbringen,
  12. Rettungsdienste,
  13. voll- oder teilstationäre Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen, und
  14. Ambulante Pflegedienste und Unternehmen, die nach Nummer 13 vergleichbare Dienstleistung anbieten.

Hinweis: Oben genannte Personen müssen bis zum 10. Tag nach ihrer Einreise während ihrer Tätigkeit persönliche Schutzausrüstung nach den Kriterien des RKI tragen.

Die Arbeitgeber werden gebeten, das unten stehende Formular zu verwenden:

  • Download
    Anzeige Tätigkeitsaufnahme nach Einreise aus Risikogebieten (pdf, 204 KB)

Anzeigepflicht für Arbeitsaufnahmen

Für Personen, die aus dem Ausland zur Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit einreisen, gilt:

Der Arbeit- oder Auftraggeber muss die Arbeitsaufnahme beim zuständigen Gesundheitsamt anzeigen, wenn die einreisende Person mit mindestens fünf anderen Personen (nicht zwingend des gleichen Arbeit- oder Auftraggeber) gemeinschaftlich untergebracht wird. Hierfür ist das im Folgenden eingestellte Formular zu verwenden.
 

  • Download
    Formular: Anzeige einer Arbeitsaufnahme (pdf, 175 KB)

Auskünfte zum Coronavirus

Spezifische Anfragen bezüglich des Coronaviruses an das Gesundheitsamt senden Sie bitte per Mail an: 
verwaltungsverband@gesundheitsamt-dadi.de

 

Telefonische Auskünfte zum Coronavirus erhalten Sie hier:

  • Ärztlicher Bereitschaftsdienst unter der Tel.: 116117
    Dieser ist an 7 Tagen pro Woche, 24 Stunden pro Tag erreichbar.
     
  • Hessenweite Corona-Hotline unter der Tel.: 0800–5554666
    Diese Hotline ist zu folgenden Zeiten erreichbar:
    • Montag bis Donnerstag von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr
    • Freitag 8:00 Uhr bis 15:00 Uhr
  • Telefonhotline des Gesundheitsamtes 06151–3309-777
    Die Corona-Hotline ist zu folgenden Telefonzeiten des Gesundheitsamtes erreichbar:
    • Täglich von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr
    • Email: corona@gesundheitsamt-dadi.de

Entschädigungszahlungen nach § 56 IfSG – das Gesundheitsamt ist NICHT zuständig – bitte wenden Sie sich online an das Regierungspräsidium Darmstadt

Wer aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) einem Tätigkeitsverbot unterliegt oder unterworfen wird, beziehungsweise abgesondert wurde, und einen Verdienstausfall erleidet und dabei nicht krank ist, erhält grundsätzlich eine Entschädigung. Die Entschädigung bemisst sich nach dem Verdienstausfall. Welche genauen Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen, entnehmen Sie dem nachstehenden Link:
https://service.hessen.de/html/Infektionsschutz-Entschaedigung-bei-Taetigkeitsverbot-7023.htm

Aufgrund § 2 der Verordnung zur Bestimmung von Zuständigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG-ZustV) vom 12. Mai 2020 (GVBl. S. 314) wurde die Zuständigkeit für die Ansprüche nach den §§ 56 bis 58 IfSG, soweit diese Ansprüche aufgrund von Maßnahmen im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus entstehen, zentral und hessenweit dem Regierungspräsidium Darmstadt (RP-DA) übertragen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte:

  • an das Servicetelefon des RP-DA, „Projektgruppe IfSG-Entschädigungen“, Tel.: 06151-12 6000 sowie 06151-12 8000
  • oder an ein Funktions-E-Mail-Postfach ifsg-entschaedigung@rpda.hessen.de

Sollten Sie bereits einen Antrag auf Entschädigung nach § 56 IfSG an das Gesundheitsamt geschickt haben, so darf dieser hier nicht bearbeitet werden. Sie müssen Ihren Antrag neu, online, beim Regierungspräsidium Darmstadt stellen.
Unterlagen, die Sie bereits an das Gesundheitsamt in Darmstadt eingereicht haben, erhalten Sie so bald als möglich zurück.

Weiterführende Links:
https://ifsg-online.de/antrag-taetigkeitsverbot.html

https://rp-darmstadt.hessen.de/sites/rp-darmstadt.hessen.de/files/2020-05-29%20Info%20zur%20Online-Antragstellung%20nach%20dem%20IfSG.pdf

https://ifsg-online.de/index.html

Für eine Entschädigung von Unternehmen, die aufgrund einer Verordnung bzw. einer Allgemeinverfügung von Bund, Land oder Kommune schließen mussten und somit nicht unter die Entschädigungsrichtlinien des Infektionsschutzgesetzes fallen, ist das Gesundheitsamt ebenfalls nicht zuständig.
Für diese Personenkreise gelten die Informationen für Kleinst- und mittelständische Unternehmen auf unserer Homepage.