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Anonyme HIV/STI-Beratung und Testung
Unsere Beratungsleistung und Testangebot
Wir beraten Sie ausführlich über HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen (STI).
Sie haben die Möglichkeit, nach vorausgegangener kostenloser Beratung, Untersuchungen auf folgende sexuell übertragbare Infektionen kostenpflichtig durchführen zu lassen:
| Infektion/Erkrankung | Testmethode | Kosten (€) | Zeitpunkt |
|---|---|---|---|
| HIV | Bluttest | 5,00 * | Ausschluss 6 Wochen nach Risikokontakt |
| Syphilis (Lues) | Bluttest | 5,50 | Ausschluss 10 Wochen nach Risikokontakt |
| Gonorrhoe + Chlamydien | Urintest | 15,00 | Ausschluss 4 Wochen nach Risikokontakt |
| Hepatitis B | Bluttest | 13,00 | Nachweis möglich frühestens 7 Wochen nach Risikokontakt, Ausschluss nach >6 Monaten |
| Hepatitis C | Bluttest | 9,50 | Nachweis möglich frühestens 6 Wochen nach Risikokontakt. Ausschluss nach >6 Monaten |
| * HIV-Antikörpertest (kostenlos für Studierende und bei Bezug von SGB-II/XII-Leistungen) | |||
Für die Blutentnahme fällt zusätzlich eine Gebühr von 12 Euro an.
- Die Untersuchungen werden durch eine Blutentnahme und/oder Urinabgabe durchgeführt.
- Sie müssen für die Untersuchungen nicht nüchtern sein.
- Wenn Sie einen Urintest (Gonokokken/Chlamydien) wünschen, dürfen Sie mindestens zwei Stunden vor der Urinabgabe nicht urinieren.
- Die Ergebnisse liegen in der Regel 2-5 Tage nach dem Test vor und werden telefonisch über eine vorher vergebene Codenummer mitgeteilt. Das Ergebnis kann auch persönlich abgeholt oder auf Wunsch zusätzlich verschlüsselt per E-Mail zugesandt werden.
- Für die Beratung empfehlen wir Ihnen, Ihren Impfschutz gegen Hepatitis A und B sowie HPV vorab zu überprüfen.
Terminbuchung
Termine können hier gebucht werden.
Wichtig: Zu Ihrem Termin bringen Sie bitte folgende Unterlagen mit:
- Fragebogen, vollständig ausgefüllt (den Fragebogen erhalten Sie mit der Buchungsbestätigung)
- Studierendenausweis (falls vorhanden)
- Bei Beziehenden SGB-II/XII-Leistungen bitte Bezugsbescheinigung vorlegen
Weiterführende Informationen
Informationen zu HIV und weiteren sexuell übertragbaren Infektionen
Downloads
DownloadFlyer des AIDS-Infomobils
(PDF, 2 MB)
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Über die Krankheit
Was ist HIV?
HIV steht für die englische Bezeichnung „Human Immunodeficiency Virus“, zu deutsch: „Menschliches Immunschwächendes-Virus“.
Bis jetzt unterscheidet man zwei „Virusfamilien“, HIV 1 und HIV 2, denen noch mehrere Subtypen untergeordnet sind. HIV kann sich, wie andere Viren auch, nur in lebenden Zellen (Wirtszellen) vermehren. Das Virus baut sein eigenes Erbgut in das seiner Wirtszellen ein, wodurch diese neue Viren produzieren können. Das besondere an dem HI-Virus ist, dass es mit den CD4-Helferzellen die Kommandozentrale des menschlichen Immunsystems befällt. Es kommt schließlich zu einer Abnahme dieser Zellen und dadurch zu einer Schwächung des Immunsystems.
Was ist Aids
AIDS steht für „Acquired Immune Deficiency Syndrome“, was mit „erworbene Immunschwäche“ übersetzt werden kann. AIDS ist die bei ausbleibender Behandlung durchschnittlich nach 10 Jahren auftretende Folgeerkrankung einer chronischen Infektion mit dem HI-Virus.
Kranheitsbild AIDS
Ein einheitliches Krankheitsbild gibt es nicht. Das Immunsystem wird durch den HI-Virus letztendlich so stark geschwächt, dass es zu einem schweren Immundefekt kommt. Bei diesem schweren Immundefekt können Viren, Bakterien, Pilze etc. Krankheiten auslösen, die einem Menschen mit intaktem Immunsystem keinen Schaden zufügen (sog. opportunistische Infektionen).
Die Diagnose AIDS wird dann gestellt, wenn bestimmte Krankheitsbilder vorliegen, wie z. B. Pilzbefall der Speiseröhre, Lungenentzündung, Toxoplasmose, Karposi-Sarkom, Lymphknotentumore u. a. HIV-Infektionen verlaufen sehr unterschiedlich. Bei einem Teil der Menschen entwickeln sich etwa 6 Tage bis 6 Wochen nach erfolgter Ansteckung grippeähnliche Symptome, die nach 2-3 Wochen wieder abklingen. Die Zeitspanne zwischen der Ansteckung mit HIV und dem Auftreten erster Krankheitssymptome (Latenzzeit) kann Monate oder sogar Jahre dauern. Die Zeit von der Ansteckung mit HIV bis zum Auftreten von AIDS dauert unbehandelt durchschnittlich 10-12 Jahre. Diese Zeitspanne wird aber durch die neuen antiretroviralen Kombinationstherapien (gleichzeitige Einnahme von 3 und mehr Medikamenten) von Jahr zu Jahr länger.
Übertragung des HIV-Virus
Viele Körperflüssigkeiten wie Speichel, Tränenflüssigkeit, Urin etc. enthalten das HIV. Das Virus befindet sich aber nur in Blut, Samen- und Scheidenflüssigkeit, Lusttropfen, Darmschleimhautsekret sowie Muttermilch in so hoher Konzentration, dass es für eine Infektion ausreicht. Die Infektion kann weitergegeben werden, wenn diese stark virushaltigen Flüssigkeiten in Wunden, auf Schleimhaut oder direkt in die Blutbahn eines anderen Menschen gelangen.
Es gibt verschiedene Wege, auf denen das Virus in die Blutbahn eines Menschen gelangen kann:
- direkt, z. B. über die gemeinsame Benutzung von Spritzen von infizierten Drogenkonsumenten,
- über Schleimhäute (z. B. in der Scheide, am Penis, im Enddarm oder im Mund), auch dann, wenn keine spürbaren oder sichtbaren Verletzungen vorhanden sind. Verletzungen und Entzündungen der Schleimhäute erhöhen aber das Infektionsrisiko,
- durch offene Wunden und Hautverletzungen (sehr selten; relevante Übertragungsmöglichkeiten bestehen hauptsächlich, wenn virusbehaftete Instrumente die Haut durchdringen),
- im Mutterleib, während der Geburt und beim Stillen können Kinder durch ihre infizierten Mütter angesteckt werden (durch eine frühzeitige Medikamenteneinnahme der infizierten Mutter, durch gezielte Kaiserschnittgeburten und Stillverzicht konnte das Infektionsrisiko bei Kindern von ca. 23 % auf unter 2% gesenkt werden).
Die sehr geringen Virusmengen in Speichel, Tränen, Urin und Kot führen nicht zur Ansteckung, d. h. dass das Virus im alltäglichen Umgang miteinander (berühren, küssen, gemeinsame Benutzung von Sanitäranlagen, Essgeschirr etc.) nicht übertragen werden kann.
Da das HI-Virus außerhalb von lebenden Zellen und Körperflüssigkeiten sehr empfindlich ist, wird es durch Austrocknen, Erhitzen und Reinigungsmittel sicher zerstört.
HIV Test
Eine sichere Möglichkeit, eine HIV-Infektion nachzuweisen, ist der sog. HIV-Test (oft auch als AIDS-Test bezeichnet). Dabei wird das Blut im Labor auf HIV-Antikörper untersucht (Antikörper = spezifische, jeweils gegen einen Erreger gerichtete Bluteiweiße). Antikörper werden gebildet, wenn eine Infektion stattgefunden hat. Sie sind mit einem HIV-Sreeningtest der vierten Generation 6 Wochen nach einer möglichen Infektion zuverlässig nachweisbar, d. h. der HIV-Test kann keine Aussagen über die letzten 6 Wochen treffen.
Schutz vor Ansteckung
Weil HIV sich ständig verändert, ist es schwierig, Impfstoffe zu entwickeln. Die Forschung bemüht sich hier, einen Durchbruch zu erzielen. In naher Zukunft ist jedoch mit keinem Erfolg zu rechnen. Deshalb ist Vorbeugen das einzig mögliche Mittel gegen eine HIV-Infektion. Um sich und andere zu schützen ist es wichtig, auf die Risiken zu achten und entsprechend zu handeln.
Beim sexuellen Abenteuer, beim „one-night-stand“ – auch und gerade im Urlaub – ist es ratsam, Safer Sex zu praktizieren, z. B. beim Vaginal- und Analverkehr Kondome zu benutzen und beim Oralverkehr kein Sperma, Lusttropfen, Vaginalsekret oder Menstruationsblut in den Mund aufzunehmen.
Für Menschen, die sich Drogen spritzen heißt Vorbeugen: Safer use, z.B. immer nur eigenes Spritzbesteck und Zubehör verwenden.
Anonymous HIV/STI Counseling and Testing
Our counseling services and testing options
We provide counseling on HIV and other sexually transmitted infections (STI).
After a free consultation, you have the opportunity to get tested for the following STI:
| Infection/Disease | Test method | Cost (€) | Time |
|---|---|---|---|
| HIV | Blood test | 5,00 * | Ruling out an infection 6 weeks after risk contact |
| Syphilis (Lues) | Blood test | 5,50 | Ruling out 10 weeks after risk contact |
| Gonorrhea + Chlamydia | Urine test | 15,00 | Ruling out 4 weeks after risk contact |
| Hepatitis B | Blood test | 13,00 | Detection possible from approx. 7 weeks after risk contact, ruling out after >6 months |
| Hepatitis C | Blood test | 9,50 | Detection possible from approx. 6 weeks after risk contact, ruling out after >6 months |
| * HIV Antibody Test (free of charge for students and recipients of SGB II/XII benefits) | |||
For the blood collection we charge an additional 12 Euros.
- The tests are performed by taking a blood sample and/or a urine sample.
- You don’t need to be sober for the tests.
- If you would like a urine test (gonococci/chlamydia), you must not urinate for at least two hours before providing the urine sample.
- The results are usually available within 2–5 days after the test and can be obtained by phone using a code number provided in advance. The result can also be picked up personally or sent encrypted by email on request.
- We recommend checking your vaccination status against Hepatitis A and B as well as HPV beforehand.
Book an appointment
Click here to book your appointment.
Important: Please bring the following documents to your appointment:
- Filled out form (the form will be sent to you with your booking confirmation)
- Student ID (if applicable)
- If you are receiving SGB II/XII benefits, please provide a certificate
Further Information
Information about HIV and other sexually transmitted infections
Downloads
DownloadFlyer des AIDS-Infomobils
(PDF, 2 MB)
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Über die Krankheit
Was ist HIV?
HIV steht für die englische Bezeichnung „Human Immunodeficiency Virus“, zu deutsch: „Menschliches Immunschwächendes-Virus“.
Bis jetzt unterscheidet man zwei „Virusfamilien“, HIV 1 und HIV 2, denen noch mehrere Subtypen untergeordnet sind. HIV kann sich, wie andere Viren auch, nur in lebenden Zellen (Wirtszellen) vermehren. Das Virus baut sein eigenes Erbgut in das seiner Wirtszellen ein, wodurch diese neue Viren produzieren können. Das besondere an dem HI-Virus ist, dass es mit den CD4-Helferzellen die Kommandozentrale des menschlichen Immunsystems befällt. Es kommt schließlich zu einer Abnahme dieser Zellen und dadurch zu einer Schwächung des Immunsystems.
Was ist Aids
AIDS steht für „Acquired Immune Deficiency Syndrome“, was mit „erworbene Immunschwäche“ übersetzt werden kann. AIDS ist die bei ausbleibender Behandlung durchschnittlich nach 10 Jahren auftretende Folgeerkrankung einer chronischen Infektion mit dem HI-Virus.
Kranheitsbild AIDS
Ein einheitliches Krankheitsbild gibt es nicht. Das Immunsystem wird durch den HI-Virus letztendlich so stark geschwächt, dass es zu einem schweren Immundefekt kommt. Bei diesem schweren Immundefekt können Viren, Bakterien, Pilze etc. Krankheiten auslösen, die einem Menschen mit intaktem Immunsystem keinen Schaden zufügen (sog. opportunistische Infektionen).
Die Diagnose AIDS wird dann gestellt, wenn bestimmte Krankheitsbilder vorliegen, wie z. B. Pilzbefall der Speiseröhre, Lungenentzündung, Toxoplasmose, Karposi-Sarkom, Lymphknotentumore u. a. HIV-Infektionen verlaufen sehr unterschiedlich. Bei einem Teil der Menschen entwickeln sich etwa 6 Tage bis 6 Wochen nach erfolgter Ansteckung grippeähnliche Symptome, die nach 2-3 Wochen wieder abklingen. Die Zeitspanne zwischen der Ansteckung mit HIV und dem Auftreten erster Krankheitssymptome (Latenzzeit) kann Monate oder sogar Jahre dauern. Die Zeit von der Ansteckung mit HIV bis zum Auftreten von AIDS dauert unbehandelt durchschnittlich 10-12 Jahre. Diese Zeitspanne wird aber durch die neuen antiretroviralen Kombinationstherapien (gleichzeitige Einnahme von 3 und mehr Medikamenten) von Jahr zu Jahr länger.
Übertragung des HIV-Virus
Viele Körperflüssigkeiten wie Speichel, Tränenflüssigkeit, Urin etc. enthalten das HIV. Das Virus befindet sich aber nur in Blut, Samen- und Scheidenflüssigkeit, Lusttropfen, Darmschleimhautsekret sowie Muttermilch in so hoher Konzentration, dass es für eine Infektion ausreicht. Die Infektion kann weitergegeben werden, wenn diese stark virushaltigen Flüssigkeiten in Wunden, auf Schleimhaut oder direkt in die Blutbahn eines anderen Menschen gelangen.
Es gibt verschiedene Wege, auf denen das Virus in die Blutbahn eines Menschen gelangen kann:
- direkt, z. B. über die gemeinsame Benutzung von Spritzen von infizierten Drogenkonsumenten,
- über Schleimhäute (z. B. in der Scheide, am Penis, im Enddarm oder im Mund), auch dann, wenn keine spürbaren oder sichtbaren Verletzungen vorhanden sind. Verletzungen und Entzündungen der Schleimhäute erhöhen aber das Infektionsrisiko,
- durch offene Wunden und Hautverletzungen (sehr selten; relevante Übertragungsmöglichkeiten bestehen hauptsächlich, wenn virusbehaftete Instrumente die Haut durchdringen),
- im Mutterleib, während der Geburt und beim Stillen können Kinder durch ihre infizierten Mütter angesteckt werden (durch eine frühzeitige Medikamenteneinnahme der infizierten Mutter, durch gezielte Kaiserschnittgeburten und Stillverzicht konnte das Infektionsrisiko bei Kindern von ca. 23 % auf unter 2% gesenkt werden).
Die sehr geringen Virusmengen in Speichel, Tränen, Urin und Kot führen nicht zur Ansteckung, d. h. dass das Virus im alltäglichen Umgang miteinander (berühren, küssen, gemeinsame Benutzung von Sanitäranlagen, Essgeschirr etc.) nicht übertragen werden kann.
Da das HI-Virus außerhalb von lebenden Zellen und Körperflüssigkeiten sehr empfindlich ist, wird es durch Austrocknen, Erhitzen und Reinigungsmittel sicher zerstört.
HIV Test
Eine sichere Möglichkeit, eine HIV-Infektion nachzuweisen, ist der sog. HIV-Test (oft auch als AIDS-Test bezeichnet). Dabei wird das Blut im Labor auf HIV-Antikörper untersucht (Antikörper = spezifische, jeweils gegen einen Erreger gerichtete Bluteiweiße). Antikörper werden gebildet, wenn eine Infektion stattgefunden hat. Sie sind mit einem HIV-Sreeningtest der vierten Generation 6 Wochen nach einer möglichen Infektion zuverlässig nachweisbar, d. h. der HIV-Test kann keine Aussagen über die letzten 6 Wochen treffen.
Schutz vor Ansteckung
Weil HIV sich ständig verändert, ist es schwierig, Impfstoffe zu entwickeln. Die Forschung bemüht sich hier, einen Durchbruch zu erzielen. In naher Zukunft ist jedoch mit keinem Erfolg zu rechnen. Deshalb ist Vorbeugen das einzig mögliche Mittel gegen eine HIV-Infektion. Um sich und andere zu schützen ist es wichtig, auf die Risiken zu achten und entsprechend zu handeln.
Beim sexuellen Abenteuer, beim „one-night-stand“ – auch und gerade im Urlaub – ist es ratsam, Safer Sex zu praktizieren, z. B. beim Vaginal- und Analverkehr Kondome zu benutzen und beim Oralverkehr kein Sperma, Lusttropfen, Vaginalsekret oder Menstruationsblut in den Mund aufzunehmen.
Für Menschen, die sich Drogen spritzen heißt Vorbeugen: Safer use, z.B. immer nur eigenes Spritzbesteck und Zubehör verwenden.
Kontakt
Niersteiner Str. 3
64295 Darmstadt
Telefon: 06151-33090
Telefonische Erreichbarkeit
Mo-Fr: 08:00 - 12:00 Uhr
Mo-Do: 12:30 - 16:00 Uhr
Außerhalb der Sprechstunden nur nach Absprache. Sprechstunden-Zeiten finden Sie in der Rubrik Beratung.