EHEC-Infektionen: Gesundheitsamt zieht regionale Bilanz

16 Erkrankungen und ein Todesfall

Darmstadt/Darmstadt-Dieburg – Nachdem das Robert-Koch-Institut (RKI) und das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) Ende Juli mitgeteilt hatten, dass der seit Mai zu verzeichnende EHEC-Ausbruch mit gehäuften schweren Verlaufsformen zu Ende ist, zieht das Gesundheitsamt für die Stadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg jetzt eine regionale Bilanz: 16 Menschen waren an einer EHEC-Infektion erkrankt, davon litten sechs an der schweren Verlaufsform unter Beteiligung der Nieren.  Sieben Erkrankte kamen aus der Stadt Darmstadt, neun aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg. 14 Erkrankte mussten stationär behandelt werden, fünf davon in zwei Krankenhäusern im Landkreis Darmstadt-Dieburg, neun in Krankenhäusern in der Stadt Darmstadt. Ein Erkrankter war unter dem Bild einer schweren EHEC-Infektion in Darmstadt verstorben. Alle Erkrankten werden so lange durch das Gesundheitsamt weiter überwacht, bis sie keine Erreger mehr ausscheiden.

EHEC-Bakterien führen zu blutigen Durchfällen und Komplikationen wie Nierenversagen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit waren Samen von Bockshornklee für den Ausbruch verantwortlich. Auch weiterhin gelten Empfehlungen des Bundesamtes für Risikobewertung, vorsorglich über die üblichen Hygienemaßnahmen hinaus Sprossen nicht roh zu verzehren.