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Übertragung des HI-Virus

Viele Körperflüssigkeiten wie Speichel, Tränenflüssigkeit, Urin etc. enthalten das HIV. Das Virus befindet sich aber nur in Blut, Samen- und Scheidenflüssigkeit in so hoher Konzentration, dass es für eine Infektion ausreicht. Die Infektion kann weitergegeben werden, wenn diese stark virushaltigen Flüssigkeiten in Wunden, Schleimhaut oder direkt in die Blutbahn sowie in die Muttermilch eines anderen Menschen gelangen.

Es gibt verschiedene Wege, auf denen das Virus in die Blutbahn eines Menschen gelangen kann:

  • direkt, z. B. über die gemeinsame Benutzung von Spritzen von infizierten Drogenkonsumenten,
  • über Schleimhäute (z. B. in der Scheide, am Penis oder im Enddarm), auch dann, wenn keine spürbaren oder sichtbaren Verletzungen vorhanden sind. Verletzungen und Entzündungen der Schleimhäute erhöhen aber das Infektionsrisiko,
  • durch offene Wunden und Hautverletzungen (sehr selten; relevante Übertragungsmöglichkeiten bestehen hauptsächlich, wenn virusbehaftete Instrumente die Haut durchdringen),
  • im Mutterleib, während der Geburt und beim Stillen können Kinder durch ihre infizierten Mütter angesteckt werden (durch eine frühzeitige Medikamenteneinnahme der infizierten Mutter, durch gezielte Kaiserschnittgeburten und Stillverzicht konnte das Infektionsrisiko bei Kindern von ca. 23 % auf unter 2% gesenkt werden).

Die sehr geringen Virusmengen in Speichel, Tränen, Urin und Kot führen nicht zur Ansteckung, d. h. dass das Virus im alltäglichen Umgang miteinander (berühren, küssen, gemeinsame Benutzung von Sanitäranlagen, Essgeschirr etc.) nicht übertragen werden kann.
Da das HI-Virus außerhalb von lebenden Zellen und Körperflüssigkeiten sehr empfindlich ist, wird es durch Austrocknen, Erhitzen und Reinigungsmittel sicher zerstört.

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