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TBC Fürsorge

Sprechstunde der Tuberkulosefürsorgestelle

Dienstag, Mittwoch, Donnerstag von 8.00 – 11.00 Uhr

 

 

Was ist Tuberkulose?

Tuberkulose ist eine meldepflichtige Infektionskrankheit.

 

Erreger: Mycobacterium tuberculosis

Entdecker: Robert Koch im Jahr 1882


Weltweit jährlich laut WHO ca. 8 Millionen Neuerkrankungen, 95% davon in den Entwicklungsländern. 2002 in Darmstadt-Dieburg 71 neue Tbc-Fälle, hiervon 57 (80%) Tuberkulosen der Atmungsorgane mit 41 (57%) offenen Lungentuberkulosen.


Wie kann man sich anstecken?

Übertragung durch Tröpfcheninfektion bei Sprechkontakt mit einem an offener Lungentuberkulose Erkrankten.

geschlossener Herd
nicht ansteckend

offener Herd
ansteckend

 

Infektionsrisiko: Relativ gering, niedriger als bei anderen Infektionskrankheiten wie z.B. Windpocken, Grippe.
Nachweis der durchgemachten Infektion 8 (-12) Wochen nach der Ansteckung durch einen positiven Tuberkulin-Hauttest.

 

Erkrankungsrisiko: Nur 5-10% der angesteckten Personen erkranken im Abstand von mehreren Wochen, Monaten oder sogar erst Jahren an einer Tuberkulose!

Erhöhte Infektions- und Erkrankungsgefahr bei:

  • Personen mit regelmäßigem, engem Kontakt zum Offentuberkulösen (Familienangehörige, Arbeitskollegen,  Klassen-, Vereinskameraden u.ä.)
  • Kontaktpersonen mit schlechter Abwehrlage (z. B. Carcinom-, Zucker-, Aids- und Alkoholkranke, HIV-Infizierte und Drogenabhängige)


Ausbreitung der Erkrankung im Körper

Bei unzureichender körpereigener Abwehr vermehren sich die Tuberkelbakterien in der Lunge und angrenzenden Lymphknoten, es entwickelt sich eine geschlossene Lungentuberkulose.
Sobald der entzündliche Prozeß Anschluß an einen Bronchus bekommt und zerfällt, werden Bakterien abgehustet, es liegt jetzt eine offene Lungentuberkulose vor!
Ausgehend von dem primären Lungeninfektionsherd können die Bakterien aber auch in andere Organe im gesamten Körper wie z.B. Lymphknoten, Nieren oder Knochen gelangen. Dort können sich sogenannte Organtuberkulosen entwickeln, die ca. 20% aller Tbc-Erkrankungen ausmachen.

 

Krankheitssymptome

Krankheitsbeginn meist schleichend ohne oder mit nur uncharakteristischen Beschwerden:

  • Müdigkeit, Leistungsknick
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsabnahme
  • leichtes Fieber
  • Nachtschweiß
  • Husten oder Hüsteln
  • Auswurf, selten mit Blutbeimengung
  • Stechen in der Brust

Wer länger als 3 Wochen hustet sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen!


Diagnose der Lungentuberkulose

1. Tuberkulinhauttest  

2. Röntgenaufnahme der Lunge

3. Erregernachweis

4. in Einzelfällen zusätzlich Lungenspiegelung (Bronchoskopie)

Bei positivem Hauttest ggf. zusätzlich Interferon-Gamma-Test (Labortest im Vollblut zum Nachweis einer Tb-Infektion)


Behandlung der Lungentuberkulose

Die Tuberkulose ist in den allermeisten Fällen heute gut behandelbar.
Isolierung im Krankenhaus nur bei offener Lungentbc für meist 4-8 Wochen.
Standardtherapie: Kombination von 4, nach 2-3 Monaten von 2 Wirkstoffen.
Konsequente tägliche Tabletteneinnahme für 6, evtl. 9-12 Monate.
Fehlerhafte oder unregelmäßige Einnahme verursacht Therapieversagen und Resistenzentwicklung!


Aufgaben des Gesundheitsamtes

Erfassung aller Neuerkrankung in Einzelfallakten.
Dokumentation des Erkrankungverlaufs, der Behandlung und des Therapieerfolges.
Elektronische Übermittlung der anonymisierten Krankheitsdaten an das hessische Meldezentrum.
Unterstützung der behandelnden Ärzte, insbesondere bei fehlender Mitarbeit der Patienten.
Angebot von Tbc-Fachwissen, Beratung der Patienten, Kontaktpersonen und Ärzte.
Ermittlung und Untersuchung der Kontaktpersonen in Umgebungsuntersuchungen.
Ziel: Bekämpfung der Ausbreitung durch frühzeitige Entdeckung von Infektionsquellen und Folgeerkrankungen. 
  

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts.
http://www.rki.de/[...]Tuberkulose.html

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