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Grußwort der Vorsitzenden

Warnung vor Zecken.
Bei Aufenthalt in Risikogebieten rät das Gesundheitsamt zur Impfung.

 

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Wissenschaftsstadt Darmstadt und des
Landkreises Darmstadt-Dieburg

 

 

in den südlichen Gebieten Deutschlands ist eine hohe Anzahl von FSME Erkrankungen zu verzeichnen. Inzwischen werden Erkrankungsfälle auch aus anderen Regionen Deutschlands und Europas verstärkt gemeldet.
Im Gras, auf Sträuchern und im Unterholz lauern die Zecken. Sie lassen sich nicht, wie oft behauptet wird, von Bäumen fallen, sondern werden im Vorbeigehen abgestreift.

 

Picknicken im hohen Gras, Pilze sammeln im Wald oder Gartenarbeiten bergen daher die Gefahr, Opfer der kleinen Blutsauger zu werden.
Zecken sind nicht nur lästig, sondern können unter Umständen auch Krankheitserreger beherbergen, die sie bei ihrem Stich mit dem Speichel auf den Menschen übertragen.

 

Zwei Arten von Krankheitserregern sind in Europa von besonderer Bedeutung: die Borreliose und die FSME. Die FSME-Erkrankung wird durch ein Virus, die Borreliose durch ein Bakterium verursacht. Beide Infektionen können zur Entzündung der Hirnhäute, des Gehirns, der Nerven und des Rückenmarks führen. Diese Entzündungen wiederum können Lähmungen verursachen, die unter Umständen nie wieder abheilen. Bei der Borreliose können zusätzlich Schädigungen der Gelenke, der Haut und des Herzens auftreten. Ein bis zwei Prozent der Patienten sterben an einer FSME-Erkrankung.

 

Die FSME-Erkrankung beginnt meist mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und kann daher leicht für eine Grippe gehalten werden. Das erste Anzeichen einer Borreliose ist häufig, jedoch nicht immer, eine ringförmige Rötung der Haut um die Einstichstelle oder an anderen Körperstellen.
Zecken kommen weltweit vor. Nur in Europa und Teilen Asiens sind sie jedoch mit dem FSME-Virus infiziert. Und selbst hier enthält nicht jede Zecke das Virus. In Deutschland zählen vor allem Baden-Württemberg und Bayern zu den gefährdeten Gebieten. Risikogebiete gibt es aber auch in Hessen, Rheinland Pfalz und Thüringen. In Europa gehören Österreich, Ungarn, Polen, Tschechien und die baltischen Staaten dazu.

 

Gegen die FSME-Viren kann man sich durch eine Impfung schützen. Eine Schutzimpfung gegen Borreliose gibt es noch nicht. Die Infektion ist jedoch mit Antibiotika behandelbar. Die Behandlung sollte so früh wie möglich beginnen. Das Risiko einer FSME-Erkrankung ist nicht auf beruflich gefährdete Personen wie Förster, Waldarbeiter oder Landwirte beschränkt. Im Gegenteil: 90 Prozent der an FSME-erkrankten Personen infizierten sich bei Freizeitaktivitäten.

 

Zwar gab es in der Wissenschaftsstadt Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg 2007 - 2009 keine FSME-Erkrankungen, wohl aber in den benachbarten Kreisen, die auch gerne als Naherholungsgebiete genutzt werden.

 

Für einen vollständigen Impfschutz braucht man drei Teilimpfungen. Nach drei bis fünf Jahren muss der Impfschutz durch eine einzige Impfung wieder aufgefrischt werden, damit das Immunsystem bei einem erneuten Zeckenstich gegen das FSME-Virus gewappnet ist.

 

Die Kosten für die Impfungen werden von den Krankenkassen getragen.
Eine bundesweite Umfrage der Gesellschaft für Konsumgüterforschung (GfK) bei 45.000 Personen aus dem letzten Jahr ergab, dass viele Impflinge ihre Auffrischimpfung vergessen. Ein Leichtsinn, der gesundheitliche Folgen haben kann.

 

Darmstadt,

April 2010

Ihre

Rosemarie Lück

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