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Chikungunya-Fieber

Gehäufte Fälle von Chikungunya-Fieber aus Réunion und den ostafrikanischen Nachbarinseln.

 

Die Chikungunya-Epidemie auf den ostafrikanischen Inseln breitet sich weiter aus. Inzwischen wurden Erkrankungen nicht nur nach Frankreich und der Schweiz, sondern auch nach Deutschland importiert.

Touristen hatten die Virus-Infektion von La Réunion, La Mayotte, Mauritius sowie den Seychellen mitgebracht. Danach wurden auch Fälle auf Madagaskar bekannt. Die voran schreitende Epidemie, die bis jetzt allein auf Réunion ca. 200.000 Personen erfasst hat, forderte dort bereits mehr als 100 Todesopfer.


Inzwischen hat das Chikungunya-Fieber auch den Süden von Indien erreicht; die Infektion hat sich über Andhra Pradesh, Karnataka und Maharahtra weiter bis Tamil Nadu ausgebreitet. Allein im Bundesstaat Tamil Nadu wurden bereits 11.000 Erkrankungen gemeldet, Todesfälle wurden jedoch noch nicht bekannt.


Chikungunya (auf Kisuaheli: „gebeugter Mann“) gibt es als „Einzelfallerkrankung“ seit vielen Jahren in der Region. Die Entwicklung zur Massenkrankheit mit nachfolgenden Todesfällen ist jedoch neu; bisher heilte die Infektion spontan wieder aus.
Chikungunya-Viren werden von infizierten Stechmücken übertragen, die sowohl tag- als auch nachtaktiv sind. Diese Mücken kommen jedoch in Deutschland nicht vor, und eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch gibt es bei dieser Infektion nicht. Die Erkrankung beginnt mit hohem Fieber sowie starken Muskel- und Gliederschmerzen, die nach 7 – 10 Tagen spontan abklingen. Danach folgt meistens ein weiterer Krankheitsschub, bei dem zusätzlich noch ein Hautausschlag auftritt, der insbesondere das Gesicht befällt. Oft entwickelt sich in dieser zweiten Phase noch eine Entzündung der Augenbindehaut. Die Beschwerden können wochen- bis monatelang anhalten, klingen dann aber von allein wieder ab. Da die Erkrankung durch Viren hervorgerufen wird, gibt es keine antibiotische Therapie.

 

 

Reise-Tipp:

Da bislang weder ein Impfstoff noch eine wirksame Behandlung zur Verfügung steht, sollten Reisende in die betroffenen Gegenden sich konsequent mit Mückenschutzmitteln (sog. Repellents) einreiben und langärmelige Kleidung, lange (am besten imprägnierte) Hosen sowie feste Schuhe und Strümpfe tragen, um Stiche zu vermeiden. Für einfache Unterkünfte, die nicht über eine Klimaanlage verfügen, ist die Verwendung von (imprägnierten) Moskitonetzen ein zusätzlicher Schutz.

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